Die Befragung der Natur steht im Zentrum meines Interesses – das Pflanzliche ist stets Ausgangspunkt in meinen Werken.

Aus meinen Bildlandschaften, die über- und unterirdisch durch verwobene Dickichte führen, leuchtet die „<<< Wilde Stille“ hervor, die eine geheimnisvolle Frische ausstrahlt und gleichzeitig auf einen unaufhaltsamen Verfall hinzudeuten scheint. 

Dieser Zyklus von scheinbaren Gegensätzen durchzieht meine Malereien von Lotusteich, Algenwelt, Wiesendickicht. Er erzählt dabei von Vergänglichkeit und Wiederkehr, von unserer eigenen stillen Wildheit und von einer unendlichen Balance.

Das intensive Beobachten und physische Erforschen ist für meine künstlerische Praxis grundlegend.

Großformatige Bilder, geschaffen aus mehrschichtigen Malerei- Druck- und Sprayverfahren und die raumfüllenden Licht-Bild-Installationen spiegeln meinen einfühlsamen Blick in die Pflanzenwelt wieder. Sie zeigen die einzigartige Wesenhaftigkeit jeder Pflanze und ihre Wechselbeziehungen untereinander.

Das Pilz-Mycel ist der wahre Herrscher im Pflanzenreich, hier werden alle Gegensätze gesammelt und alle Energien gebündelt, transformiert und weitergegeben. Es ist dieses Gespür für das wilde und stille Wirken, welches alles Lebendige zusammenhält und wieder trennt und neu zusammenfügt, was mich antreibt meine Kunst zu erschaffen.

Das Eintauchen und Erkunden der Welt unter der Meeresoberfläche versuche ich in meinen großen Raum-Installationen. Riesige Tangwälder strecken sich empor Ich male sie als Negativform auf Transparentpapier, damit das Chlorophyll-Licht-Grün hindurchscheinen kann.

Ganz besonders anmutig sind die Solarfotogramme, die fast wie Röntgenaufnahmen von filigranen Pflanzenteilen wirken und mittels direkter Sonnenbelichtung gefertigt werden. So ist jedes dieser “Blauen Wunder“ ein Unikat. Diese historische Technik, auch Cyanotypie genannt, wird durch meine Arbeiten zu neuem Leben erweckt.